Montag, 12. Oktober 2015

you always meet twice - hopefully



spaß haben, sich tragen lassen
von dem lachen im wind
die melodie der freiheit
gehört nur euch beiden
genau wie der moment des glücks
ewig erscheint
und doch nur kurz ist

der kurze sprung aus der realität
glück ist nicht annährend beshreibung genug
wolke sieben, fliegen
und der fall zurück
der harte aufprall
das erwachen im hier und jetzt
der andere, der dich sanft erinnert in die wirklichkeit zurückzukehren
noch fünf minuten!

eng umschlungen – meilenweit entfernt

verabschieden ist niemals leicht
trennung; nach viel zu kurzen stunden des beisammenseins
sich kennenlernen ist unmöglich- die zeit zu knapp

safe travels, take care, keep contact.
you always meet twice (hopefully)

for C.

Dienstag, 24. Februar 2015

Schreibbulimie



Und dann kommst du nach Hause -
und es ist leer, zwei mal abgeschlossen;
so wie du die Bude hinterlassen hast.
verlassen und grau
Du setzt dich auf die zu große Couch in der Drei-Zimmer Wohnung,
die ein Mensch alleine gar nicht ausfüllen kann.
Lässt deinen Blick über die weite Stadt streifen
und fühlst dich noch alleiniger.
Nach einem beschissenen Tag mit niemandem reden zu können
ist schlimmer
als von den geliebten Mitmenschen genervt zu sein.
Wenn nicht mal mehr das Frustessen Spaß macht
und du einfach vor dich hinvegetierst
und darauf wartest, dass etwas passiert.
Dass jemand  kommt und dich in den Arm nimmt
und so lange festhält
bis der Schmerz für den Moment bezwungen ist,
du dich wieder gut und sicher als du fühlen kannst -
und  richtig am Platz,
in deiner Haut.
Jemand, der dich versteht
und akzeptiert.
Dir nahe ist, nicht nur für eine Nacht
oder ein paar Minuten.
Starke Arme schützen vor allem Übel.
Und am Besten tut die Bestätigung,
dass du nicht vollkommen falsch und verquer bist.


für M.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Wir, die Lügenarchitekten von morgen.



Wie können Menschen nur so blind und blöd
durch die Welt stapfen,
Tag für Tag für Tag für Tag.
Gelangweilt vom eigenen Trott,
genervt von den immer gleichen Fehlern anderer.
Aber nie eingestehen wollen, dass die eigenen doch auch nicht besser oder gerechtfertigter sind.
"Du bist schuld!" ist so viel einfacher als "ich" zu sagen
und du weißt wie viel es mit einem macht,
wenn die Kälte der Nacht einen umschließt.
Wie ein Nebelhauch aus dünnen Lügen,
die zitternd unter der Last zusammenbrechen
weil sie nicht ausgeklügelt genug erdacht
und nicht zum Halten gemacht wurden.
Sind wir nicht alle perfekte Lügenarchitekten,
die, darauf bedacht, sich nicht selbst zu schaden,
schon beim kleinsten Stupsen, beim winzigsten aller winzigen Windhauche
in sich kollabieren wie eine Hüpfburg ohne Luft.
Zusammensinken und Eingehen
und nicht wieder auferstehen,
solange nicht Einer kommt und neue heiße Luft hineinbläst.
Und irgendwann wurde zu viel heiße Luft hineingepustet
und dann platzt das Lügenkarussel aus allen Nähten
und die Fetzen bedecken den eigentlichen Menschen.
Darunter
kommt irgendwann
das vertrocknete kleine Klümpchen zum Vorschein,
das von vielen so poetisch „Herz“ genannt wird
ein Herz aus Stein
von Herzen gerne.
Herzlichst,
am Arsch.

Sonntag, 29. Juni 2014

Gedanken zum Jahreswechsel

KEINE MELANCHOLIE
ist gross genug,
um die Freude der begreifenden Lebendigen
zu zerstoeren.

Nur verschleiert,
aber trotzdem da
denn das Leben ist ein Wunder
das jeden Tag gefeiert werden sollte.

Ohne wenn und aber
oder "ich habe keine Zeit"
- denn "morgen" ist manchmal schon heute zu spaet.

Egal wie wichtig alles andere zu sein scheinen mag
danken fuer das Leben
ist nicht einmal annaehrend genug

Samstag, 10. Mai 2014

Weltschmerz

Du schluckst die Pillen in der Hoffnung, der Schmerz vergeht.
Doch waehrend dein Koerper taub wird,
bleibt der Schmerz in deinem Inneren erhalten.

Unfaehig zu schreien oder dich zu wehren
bist du dem Schmerz schutzlos augeliefert.

Du kannst nicht mehr denken, da der Schmerz sogar deinen Kopf befaellt.

Du windest dich - rennst.
Doch Entkommen ist unmoeglich.

Und schliesslich faellst du und bist auf dem Boden liegend deinen Gedanken ausgeliefert.
Ein letzter verzweifelter Versuch der Flucht
und dann ueberschwemmt dich der Schmerz endgueltig.

Als sich der Nebel langsam lichtet wird dir klar,
dass es nicht mal dein Schmerz war;
sondern der so genannte "Weltschmerz".

Und du, so klein und unbedeutend wie du dich fuehlst,
kannst sowieso nichts an der Welt aendern, weshalb du den Schmerz einfach ignorierst.
Machen ja alle anderen auch so - wieso solltest du da eine Ausnahme sein??

Dienstag, 18. Februar 2014

Die Einsamkeit des Reisenden

Aufbruch.
Der erste Abschied steht bevor. Vermutlich ist es der Einfachste, da Du voller Vorfreude auf die bevorstehende Zeit blickst. Die Koffer gepackt, die Schuhe geschnuert.

Warten.
Warten auf den Bus, um ach so langer Zeit raus zu kommen; aus dem ewig gleichen Trott des Alltags.

Ankommen.
Endlich am Ziel; die erste Etappe geschafft.

Ausruhen, verschnaufen, sammeln.
Und sich dann in die neue Umgebung stuerzen. Eine Flut von Eindruecken faellt von allen Seiten auf dich herab und begraebt dich. Langsam schaufelst Du Dich frei und kannst auf dem Gipfel stehend alles ueberblicken. Du begehst neue Wege; eroberst die Welt fuer Dich.

Packen.
Und weiter geht's. Die naechste Stadt, andere Leute, vielfaeltige Impressionen. Neue Plaetze, in die Du Dich verliebst. Du machst die Nacht zum Tag und stehst erst auf, wenn die Putzfrau an die Tuer klopft.

Und auf und raus und los!
Du laesst Dich treiben und brauchst keine Karte, um das zu finden wonach Du unterbewusst suchst.
Viele neue Gesichter rauschen an Dir vorbei und nur einen Wimpernschlag spaeter sind sie wieder weg. Vielleicht findest Du das ein oder andere wieder - doch die meisten bleiben anonyme Kumpanen fuer eine Stadt.

Keep contact; take care; save travels - Dein neues Mantra.
Und auch nach Wochen des Herumirrens und Sich-Findens bleibt doch alles beim Alten. Zweifel schleichen sich an und die Einsamkeit sticht Dir ein Messer in's Herz. Egal wie viele Leute Du kennen lernst; egal wie viele Orte Du bereist und egal wie viele Meilen du zuruecklegst - am Ende des Tages in der Daemmerung der nahenden Nacht verschluckt Dich eine grosse Welle der Einsamkeit.
Zu viele Plaetze zum Besichtigen, zu viele Namen zum Merken und vor allem zu wenig Zeit.

Halt die Luft an um den Schrei Deines Herzens zu hoeren - und dann folge ihm so lange Du musst.
Es ist nicht schlimm einen anderen Weg einzuschlagen.
Und denk daran - bereuen wirst Du nur, was Du nicht getan hast!

Samstag, 14. September 2013

Der Duft der ungewissen Zukunft



Die Ruhe vor dem Sturm.
Bald geht es los, das wahre Leben.
Angst?
Ein wenig. Mulmiges Gefühl der Ungewissheit
Und der Freiheit
Man schnuppert, die Nase im Wind
Den Rücken an der Wand
Und vor einem das freie, große Feld der weiten weiten Welt
Und ganz klein in einer Ecke zusammengekauert dein Mut.
Und dein Herz.
Da du sowieso nicht das tun wirst, was du möchtest.
Sondern was du musst.
Mal wieder. Schon wieder.
Ekel gegen sich selbst
Und das Gefühl, nicht zu genügen
Schon wieder nicht.