Montag, 18. Juni 2012

Scherben sind alles was übrig bleibt. Wenn überhaupt.


Alleine
Und zerstört liegt die Welt in Scherben
Vor dir auf einem Haufen
Etwas regt sich, in diesem Haufen
Es ist dein Herz
Das unaufhörlich schlägt
Und ans Licht will
Leben will
Und du kehrst die Scherben zusammen
setzt das Puzzleteil ein und funktionierst weiter, wie gehabt
Was, ist was passiert?
Nein, mir gehts gut
Innerlich tot
Doch dafür interessiert sich niemand
Also du auch nicht
Deswegen lebst du weiter, so wie vorher
So wie immer
Dein Herz schlägt
Es wird erdrückt unter den Scherben und wird leiser
Bis du es nicht mehr hörst
Dann stockst du, knickst ein und fällst in dir zusammen
Die Scherben klirren zu Boden, er tut sich auf und verschluckt all deine Überreste
Der Boden schließt sich und alles geht weiter
Wie gehabt
Nur ohne dich

gefangen


ich passe in keine schublade
weil alle schubladen zu eng für mich sind
zu klein und zu beengt
zu nah sind die wände
und andere schubladen verdecken mir die sicht
auf den rest
den rest hinter den schubladen
ich möchte den rest sehen, nicht nur die kalten nackten wände
die mich einengen und verderben
ich gehe ein und niemand merkt es
denn eine schublade kann man ganz einfach schließen
vergessen
und nie wieder öffnen
einmal gefangen – immer gefangen

Montag, 11. Juni 2012

auch ohne dich


ein inneres loch voll schwarzem selbstmitleid
es wächst und frisst dich von innen auf
erst deinen magen, deine leber
dann deine nieren und deine galle
bis du dich am boden windest
dann deine arme, beine
langsam wirst du kleiner
dann dein gehirn, damit du endlich mit denken aufhörst
und erst ganz am ende dein herz
damit du fühlst, wie du verschwindest
und kleiner wirst
und kleiner
und irgendwann bist du nicht mehr da
irgendwann ist da nur noch ein schwarzes loch und ein schwarzer umriss
der langsam verblasst
wie all die erinnerungen, die andere an dich haben
die welt vergisst
während du im dreck liegst und niemand deine schreie hört
denn du schreist nur innerlich
aber die welt ist außen
die erde dreht sich weiter
auch ohne dich


für jemand bestimmten

zukunft = ANGST


er ist wieder ferner denn je
wir gehen einen schritt vor
und tausend zurück
und ich bleibe stehen
schaue zurück
da die zukunft zu trist
zu eintönig erscheint
und die vergangenheit sollte trösten
aber da ist nichts
denn ich bin schon immer so
so kaputt
und zerrissen
und zerbissen
defekt
nicht lebensfähig
ausrangiert und aussortiert,
bevor ich eine chance hatte
mich zu beweisen
ihr habt doch keine ahnung
und ich auch nicht
von meiner zukunft

nicht ich - aber wer dann?


Ich bin nicht mehr ich selbst
ich frage mich,
ob ich je ich war
oder immer nur beschäftigt
mit allem anderen
außer mir selbst
ich habe mich verloren
und beginne mich wieder zu finden
durch dich
mit deiner hilfe
seit dem du da bist
in meinem leben so viel platz einnimmst,
der dir zweifellos zusteht,
denke ich mehr nach
danke dafür!

Montag, 4. Juni 2012

augenblickliche vergänglichkeit


am boden zerstört und trotzdem ganz oben


wir krabbeln aus unseren Schubladen

und stehen mit blutenden Fingern im Licht
wir sehen uns um
und sehen nichts
das Licht blendet; unsere Augen müssen sich an das Grelle gewöhnen
nicht nur grau und schwarz und weiß
Farbenpracht überall
wir drehen uns ungläubig im Kreis
können nicht fassen, frei zu sein
es gibt ein Leben, nach dem Gefängnis
zu lange saßen wir zu tief unten
um etwas zu spüren
von dem Leben
das um uns pulsiert




UND DAMIT HERZLICH WILLKOMMEN ZURÜCK IM LEBEN!!!