Samstag, 14. September 2013

Der Duft der ungewissen Zukunft



Die Ruhe vor dem Sturm.
Bald geht es los, das wahre Leben.
Angst?
Ein wenig. Mulmiges Gefühl der Ungewissheit
Und der Freiheit
Man schnuppert, die Nase im Wind
Den Rücken an der Wand
Und vor einem das freie, große Feld der weiten weiten Welt
Und ganz klein in einer Ecke zusammengekauert dein Mut.
Und dein Herz.
Da du sowieso nicht das tun wirst, was du möchtest.
Sondern was du musst.
Mal wieder. Schon wieder.
Ekel gegen sich selbst
Und das Gefühl, nicht zu genügen
Schon wieder nicht.

Aufbruch in die weite Welt des wahren Lebens.



Aufbruch.


Die Gemeinschaft zerbricht, geht auseinander


Welche Beziehungen werden aufrecht erhalten?

Welche Kontakte bleiben bestehen?

Wer wird wann was und wo sein?


Schwüre des Wiedersehens, Kontakthaltens


Aber was am Ende des Tages tatsächlich bleibt, bleibt abzuwarten


Gegenseitige Versprechen


Ein letzter Abend mit den Freunden.
Und zwischen ein bisschen zu viel Bier und Wein werden Gefühle kund getan. Vorher vielleicht nie erwähnt, aber doch gnadenlos und offenherzig ausgetauscht. Schließlich sind die letzten Jahre nicht spurlos und neutral vorüber gegangen. Im Arm liegen, ein letztes gemeinsames Lied singen, zum letzten Mal einen gemeinsam erlebten Abend rekonstruieren. Und dann beginnt der Morgen zu grauen, es wird wieder heller, kälter und die Vögel beginnen zu zwitschern. Allmählich wird die Runde aufgelöst und man trennt sich. Vielleicht gehen kleine Grüppchen noch ein Stück des Weges zusammen, aber früher oder später steht doch jeder alleine vor seiner Tür. Die Tür zum wahren Leben, hinter der noch so viele Möglichkeiten darauf warten, ausprobiert zu werden. Und vielleicht, aber nur vielleicht - und auch nur, wenn ein gemeinsames Interesse besteht – gibt es ein Wiedersehen. Der gleiche Ort, die gleichen Leute – und doch ist alles anders. Denn jeder entwickelt sich weiter, lernt und sammelt Erfahrungen, trifft neue Menschen und denkt nur noch selten an die alte Zeit zurück. Beim Zusammentreffen wird der gemeinsamen Zeit gedacht. Man trifft sich ein, zwei, vielleicht auch vier Mal. Und dann schläft es ein. Andere Städte, neue Freundeskreise, eigene Familie mit Kindern, Haus und Hund. Es wird sich aus den Augen verloren und irgendwann vergisst und verdrängt man die gemeinsam geteilten Stunden.



Für meine unfreiwilligen Begleiter der letzten 13 Jahre. ;)

Sonntag, 7. April 2013

Die Nutzlosigkeit des Seins. Oder so.



Ein kleiner Mensch sitzt auf einem Stein auf einer Wiese hinter einer Weide unter einem Baum, umringt von einem Zaun. Der Zaun zu hoch, der Mensch zu klein. Verstachelt und versperrt, die Aussicht auf das vor ihm Liegende. Und auch zurück geht nicht, will er nicht, der Mensch. Zurück ist schlecht, hat er so gelehrt bekommen. Zurück ist immer nur Rückschritt und Rückschritt kann ja nicht gut sein, weil rückwärts niemals einen Fortschritt bringen kann. Oder doch? Aber der Mensch fragt sich nicht. Denkt nicht daran. Wäre zu anstrengend und zu nutzlos. So wie der Mensch selbst ist.

Nutzlos.

Also muss das nutzlose Wesen sich nicht auch noch nutzlose Gedanken machen. Stattdessen wälzt es lieber große Fragen, auf die es doch keine Antworten findet. Der Stein wird unruhig und so auch das Menschlein. Aufspringen und rennen geht nicht, irgendwann holen ihn die Gedanken ein. Sie warten auf ihn, hinter irgendeiner Ecke. Oder rennen gleich neben ihm her. Blinde Passagiere im Universum. Und dann auch noch unerwünscht.

Unerwünscht. Nutzlos.

Entfliehen ist zwecklos und Flucht unmöglich. Es wiederholt sich, das Wesen. Immer und immer wieder. Bestätigt seine Nutzlosigkeit auf diesem Planet. Und dieser dreht und dreht. Dreht die Gedanken im Kopf und macht alles nur schlimmer, der böse Planet, der. Überhaupt und sowieso ist er ja die Ursache allen Übels. Das Menschlein fühlt sich hilflos und stürzt auf seinen Stein zurück, um weiter über die wirklich wichtigen Dinge in seinem Leben nachzudenken. Was soll er nur machen, wenn es doch kein Vorwärts gibt und Rückwärts nicht geht, weil verpönt. So sitzt er in der Falle, der arme Mensch. Und räkelt sich in seiner Hilflosigkeit.

Hilflos, unerwünscht, nutzlos.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Suche



Aufenthaltswahrscheinlichkeitsraum.

Nicht nur ein Begriff der Chemie.

Wie wahrscheinlich ist es, dass man sich in der weiten Welt findet?

Genau DEN einen, den richtigen, den perfekten Partner?

Doch was ist schon perfekt?

Es gibt immer Vor- und Nachteile.

Immer.

Nichts kann ohne sein Gegenteil existieren.

Auch ein Mensch nicht

Lebensabschnittsverschönerer - oder doch mehr?



Leute, die bedeuten

Bedeuten ein Leben lang?

Oder nur Momentfreunde?

Lebensabschnittsgefährten.

Aber Verknüpfungen zwischen den Abschnitten sollten bestehen

Doch wie?

Lange Freundschaft.

Muss man sich alles erzählen?
Ist das überhaupt gut?


für meine Maulbeere