Aufbruch.
Die Gemeinschaft zerbricht, geht auseinander
Welche Beziehungen werden aufrecht erhalten?
Welche Kontakte bleiben bestehen?
Wer wird wann was und wo sein?
Schwüre des Wiedersehens, Kontakthaltens
Aber was am Ende des Tages tatsächlich bleibt, bleibt
abzuwarten
Gegenseitige Versprechen
Ein letzter Abend mit den Freunden.
Und zwischen ein bisschen zu viel Bier und Wein werden
Gefühle kund getan. Vorher vielleicht nie erwähnt, aber doch gnadenlos und
offenherzig ausgetauscht. Schließlich sind die letzten Jahre nicht spurlos und
neutral vorüber gegangen. Im Arm liegen, ein letztes gemeinsames Lied singen,
zum letzten Mal einen gemeinsam erlebten Abend rekonstruieren. Und dann beginnt
der Morgen zu grauen, es wird wieder heller, kälter und die Vögel beginnen zu
zwitschern. Allmählich wird die Runde aufgelöst und man trennt sich. Vielleicht
gehen kleine Grüppchen noch ein Stück des Weges zusammen, aber früher oder
später steht doch jeder alleine vor seiner Tür. Die Tür zum wahren Leben,
hinter der noch so viele Möglichkeiten darauf warten, ausprobiert zu werden.
Und vielleicht, aber nur vielleicht - und auch nur, wenn ein gemeinsames
Interesse besteht – gibt es ein Wiedersehen. Der gleiche Ort, die gleichen
Leute – und doch ist alles anders. Denn jeder entwickelt sich weiter, lernt und
sammelt Erfahrungen, trifft neue Menschen und denkt nur noch selten an die alte
Zeit zurück. Beim Zusammentreffen wird der gemeinsamen Zeit gedacht. Man trifft
sich ein, zwei, vielleicht auch vier Mal. Und dann schläft es ein. Andere
Städte, neue Freundeskreise, eigene Familie mit Kindern, Haus und Hund. Es wird
sich aus den Augen verloren und irgendwann vergisst und verdrängt man die
gemeinsam geteilten Stunden.
Für meine unfreiwilligen Begleiter der letzten 13 Jahre. ;)