Sonntag, 7. April 2013

Die Nutzlosigkeit des Seins. Oder so.



Ein kleiner Mensch sitzt auf einem Stein auf einer Wiese hinter einer Weide unter einem Baum, umringt von einem Zaun. Der Zaun zu hoch, der Mensch zu klein. Verstachelt und versperrt, die Aussicht auf das vor ihm Liegende. Und auch zurück geht nicht, will er nicht, der Mensch. Zurück ist schlecht, hat er so gelehrt bekommen. Zurück ist immer nur Rückschritt und Rückschritt kann ja nicht gut sein, weil rückwärts niemals einen Fortschritt bringen kann. Oder doch? Aber der Mensch fragt sich nicht. Denkt nicht daran. Wäre zu anstrengend und zu nutzlos. So wie der Mensch selbst ist.

Nutzlos.

Also muss das nutzlose Wesen sich nicht auch noch nutzlose Gedanken machen. Stattdessen wälzt es lieber große Fragen, auf die es doch keine Antworten findet. Der Stein wird unruhig und so auch das Menschlein. Aufspringen und rennen geht nicht, irgendwann holen ihn die Gedanken ein. Sie warten auf ihn, hinter irgendeiner Ecke. Oder rennen gleich neben ihm her. Blinde Passagiere im Universum. Und dann auch noch unerwünscht.

Unerwünscht. Nutzlos.

Entfliehen ist zwecklos und Flucht unmöglich. Es wiederholt sich, das Wesen. Immer und immer wieder. Bestätigt seine Nutzlosigkeit auf diesem Planet. Und dieser dreht und dreht. Dreht die Gedanken im Kopf und macht alles nur schlimmer, der böse Planet, der. Überhaupt und sowieso ist er ja die Ursache allen Übels. Das Menschlein fühlt sich hilflos und stürzt auf seinen Stein zurück, um weiter über die wirklich wichtigen Dinge in seinem Leben nachzudenken. Was soll er nur machen, wenn es doch kein Vorwärts gibt und Rückwärts nicht geht, weil verpönt. So sitzt er in der Falle, der arme Mensch. Und räkelt sich in seiner Hilflosigkeit.

Hilflos, unerwünscht, nutzlos.