Aufbruch.
Der erste Abschied steht bevor. Vermutlich ist es der Einfachste, da Du voller Vorfreude auf die bevorstehende Zeit blickst. Die Koffer gepackt, die Schuhe geschnuert.
Warten.
Warten auf den Bus, um ach so langer Zeit raus zu kommen; aus dem ewig gleichen Trott des Alltags.
Ankommen.
Endlich am Ziel; die erste Etappe geschafft.
Ausruhen, verschnaufen, sammeln.
Und sich dann in die neue Umgebung stuerzen. Eine Flut von Eindruecken faellt von allen Seiten auf dich herab und begraebt dich. Langsam schaufelst Du Dich frei und kannst auf dem Gipfel stehend alles ueberblicken. Du begehst neue Wege; eroberst die Welt fuer Dich.
Packen.
Und weiter geht's. Die naechste Stadt, andere Leute, vielfaeltige Impressionen. Neue Plaetze, in die Du Dich verliebst. Du machst die Nacht zum Tag und stehst erst auf, wenn die Putzfrau an die Tuer klopft.
Und auf und raus und los!
Du laesst Dich treiben und brauchst keine Karte, um das zu finden wonach Du unterbewusst suchst.
Viele neue Gesichter rauschen an Dir vorbei und nur einen Wimpernschlag spaeter sind sie wieder weg. Vielleicht findest Du das ein oder andere wieder - doch die meisten bleiben anonyme Kumpanen fuer eine Stadt.
Keep contact; take care; save travels - Dein neues Mantra.
Und auch nach Wochen des Herumirrens und Sich-Findens bleibt doch alles beim Alten. Zweifel schleichen sich an und die Einsamkeit sticht Dir ein Messer in's Herz. Egal wie viele Leute Du kennen lernst; egal wie viele Orte Du bereist und egal wie viele Meilen du zuruecklegst - am Ende des Tages in der Daemmerung der nahenden Nacht verschluckt Dich eine grosse Welle der Einsamkeit.
Zu viele Plaetze zum Besichtigen, zu viele Namen zum Merken und vor allem zu wenig Zeit.
Halt die Luft an um den Schrei Deines Herzens zu hoeren - und dann folge ihm so lange Du musst.
Es ist nicht schlimm einen anderen Weg einzuschlagen.
Und denk daran - bereuen wirst Du nur, was Du nicht getan hast!
Das Gefühl der Einsamkeit teile ich mit dir. Besonders wenn man abends im Bett liegt sehnt man sich nach dem Alten, dem eigentlichen Zuhause, den bekannten Menschen und der vertrauten Sprache. Und das, obwohl ich hier viele liebe Leute um mich habe, die die selbe Muttersprache haben. Es ist nicht leicht, aber es hat auch keiner gesagt, dass es das werden wird. Doch trotzdem ist es eine Zeit, die einem keiner wiedergeben kann. Keiner kann diese Erfahrungen durch andere Sachen ersetzen.
AntwortenLöschenIch denke an dich und vielleicht kommt der Gedanke abends bei dir an und wir sind dann zu zweit und nicht mehr einsam ;)
Und ich muss sagen, mal wieder ein super Text!
Danke meine Liebe! (verpeilt wie ich zur Zeit bin, habe ich deine Zeilen jetzt erst gelesen...)
AntwortenLöschenUnd ja, es tut gut, zu wissen, dass es immer Leute gibt, die an einen denken.
Hier ein toller Link zum Thema :)
http://thoughtcatalog.com/erin-cossetta/2014/05/13-things-every-traveler-needs-to-be-reminded-of/